Added on 30 Oktober 2023
Warum API der bessere Nachfolger von EDI ist?
Warum API der bessere Nachfolger von EDI ist?
Die heutige Welt des Datenaustauschs ist so vielfältig wie nie zuvor, mit einer Fülle von Lösungen wie API, EDI, SFTP, CSV-Export und Import. In diesem Artikel werden wir uns auf die beiden bekanntesten Optionen, nämlich EDI und API konzentrieren, um deren Vor- und Nachteile für den B2B-Datenaustausch zu beleuchten. Am Ende dieses Vergleichs wird klar, dass die API-Integration den altgedienten EDI-Standard in puncto Geschwindigkeit, Einfachheit und Zukunftsorientierung übertrifft.
Was ist eine API?
API steht für Application Programming Interface, was genau genommen bedeutet, dass sie zwei unterschiedliche Systeme miteinander kommunizieren lässt. Um dies zu veranschaulichen, stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Restaurant und möchten eine Bestellung aufgeben. Sie benötigen eine/n Kellner:in, um Ihre Bestellung an die Küche weiterzugeben. In diesem Szenario fungiert der/die Kellner:in als die API. Der/Die Kellner:in gewährleistet, dass Ihre Bestellung korrekt aufgenommen und vollständig an die Küche übermittelt wird.
Genauso wie der/die Kellner:in die definierte Bestellungen entgegennimmt und sie in Essen umwandelt, wandeln APIs definierte Eingaben in Ergebnisse um. Die Schlüsselkomponente hierbei ist die richtige Definition der Eingaben, da jede API spezifische Eingaben erfordert. Ein Fehler tritt oft dann auf, wenn diese Eingaben nicht korrekt sind.
APIs sind äußerst anpassbar und können den digitalen Dokumentenaustausch revolutionieren, indem sie nahtlose Kommunikation zwischen verschiedenen Unternehmenssoftwarelösungen wie ERP-Systemen (z.B., SAP, Oracle und Xentral), MES (z.B., MPDV und FluxMES) und CRM-Systemen (z.B. Salesforce und Hubspot) ermöglichen. Sie überbrücken Lücken im Workflow, die ohne sie zu endlosen Blockaden führen würden.
Geschwindigkeit und Transparenz durch API
Millionen von APIs wurden bereits entwickelt, viele davon sind öffentlich verfügbar und werden täglich unbewusst genutzt. Unternehmen, die wachsen wollen, haben APIs als zukunftsorientierte Option erkannt. Sie bieten ein höheres Maß an Geschwindigkeit, Transparenz und Einfachheit im Vergleich zu EDI.
Die Alte Welt mit EDI
EDI, kurz für Electronic Data Interchange, ist ein Datenstandard aus den 1970er-Jahren, der den automatisierten und digitalen Austausch von Daten über verschiedene Protokolle wie AS2 oder OFTP2 ermöglicht. Trotz der Vielzahl an Nachteilen, die EDI noch mitbringt und in den letzten 50 Jahren behoben wurden, ist es weiterhin weitverbreitet. Hintergrund ist, dass es eine Zeit lang die einzige Möglichkeit für automatisierte, digitale Bestellprozesse war.
Es bietet immer noch Vorteile, wie die Automatisierung von Bestellungen und die Reduzierung von Fehlern, sobald es implementiert ist. Doch der Vergleich mit APIs zeigt, dass es an Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit verliert.
|
Kriterium |
API |
EDI |
|
Echtzeit-Datenaustausch |
Ja |
Nein |
|
Flexibilität |
Sehr hoch |
Mittel |
|
Standardisierung |
Niedrig |
Hoch |
|
Kosten |
Niedrig |
Niedrig |
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Effizienz |
Hoch |
Hoch |
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Skalierbarkeit |
Sehr hoch |
Hoch |
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Sicherheit |
Hoch |
Mittel |
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Zukunftssicherheit |
Sehr hoch |
Gering |
|
Gesamtbewertung |
Positiv |
Neutral |
Das Ende der Individualschnittstellen durch API
In der Vergangenheit erforderte die Integration von Software in die Systemlandschaft umfangreiche Individualprojekte von spezialisierten Dienstleistern. Diese Projekte waren oft von langen Projektzeiten und hohen wiederkehrenden Kosten geprägt. Bei APIs ist das anders. Bereits bei der Entwicklung der Software und der Definition ihrer Architektur werden sowohl interne als auch externe API-Funktionalitäten berücksichtigt, was zukunftssichere Integrationen ermöglicht. APIs sind in vielen Anwendungsbereichen und Industrien weitverbreitet, wodurch sie eine kostengünstigere und flexiblere Lösung im Vergleich zu EDI darstellen.
Schritt für Schritt von EDI zu API
Der Umstieg muss jedoch nicht in einem Big-Bang passieren. Die funktionierenden Schnittstellen über EDI laufen lassen und die sukzessive Neuausrichtung auf API bei neuen Systemen stellt den wirtschaftlich und technisch häufig sinnvollsten Weg dar.
Transparenz im Error Handling dank API
Jede Software kann Fehler enthalten, aber der Vorteil der digitalen Dokumentenübertragung liegt darin, dass Fehler schnell erkannt und behoben werden können. Mit einer API können Fehlercodes direkt in verständliche Fehlermeldungen umgewandelt werden, die in Echtzeit an die entsprechende Schnittstelle gesendet werden. Bei EDI hingegen erfordert die Fehlerbehebung oft das manuelle Durchsuchen des gesamten Codes, was zeitaufwendig und kostspielig ist.
APIs als Zukunft der B2B-Transaktionen
Die API-basierte Integration bietet Geschwindigkeit, Einfachheit und minimale Fehler. Obwohl EDI immer noch funktioniert und in der Handels- und Industriebranche weitverbreitet ist, zeichnet sich ab, dass die Zukunft den APIs gehört. APIs bieten nicht nur geringere Kosten, sondern auch eine Vielzahl von Möglichkeiten.
Mit unserer Integrationsplattform von maesn können Sie nahtlose und kosteneffiziente API-Integrationen für viele Enterprise-Software-Lösungen realisieren, die zuvor nur mit EDI angesprochen werden konnten.